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  • Dominik

Facility Management - Wichtiger als gedacht


Die von Wohnungseigentümergemeinschaften (WEGs) bewohnten Objekte unterscheiden sich alle hinsichtlich ihrer Bauweise, ihrer Größe und den beiliegenden Extras wie etwa Pools, Saunen oder Aufzüge. Eines haben sie jedoch gemeinsam: sie müssen regelmäßig überprüft, repariert und erneuert werden. In unserer heutigen Zeit, in welcher sich unser Umfeld schneller verändert als je zuvor und technologische Sprünge eine noch nie dagewesene Reichweite erreichen, ist dies umso wichtiger denn je. Wer hier zu lange schläft verpasst und zahlt viel, wenn es denn einmal zu spät ist. Der Schlüssel zu einem mängelfreien Gebäude am Puls der Zeit ist ein gut durchdachtes Facility Management, welches oft als ein moderner Begriff für Hausmeistertätigkeiten missverstanden wird. Dabei kann und soll Facility Management mehr leisten und wird wohl auch in Zukunft von steigender Relevanz gekennzeichnet sein. Was es genau mit diesem Begriff auf sich hat und wieso jede WEG durch ein gutes Facility Management betreut werden sollte, ist Gegenstand dieses Beitrags.


Was ist unter Facility Management zu verstehen?


Facility Management ist ein Begriff für das Verwalten und Bewirtschaften von Gebäuden. Der klassische Hausmeisterservice wie wir ihn kennen und auch oft mit diesem Begriff betiteln, ist hierbei nur ein Aufgabenbereich des Facility Managements. Facility Management ist somit als Überbegriff für eine ganze Reihe an Aufgabenfeldern rund um die Betreuung einer Immobilie zu verstehen. So sind weitere Kernaufgaben die Instandhaltung, das Energiecontrolling, das Inventarmanagement und vieles mehr.

Grundsätzlich lässt sich das Facility Management in drei Hauptbereiche unterteilen:

  • Management der Infrastruktur

  • Management von Haustechnik

  • Kaufmännisches Management

Die Kunst eines guten Facility Managements ist es jedoch, diese Teildisziplinen nicht getrennt zu betrachten, sondern diese ineinander zu vereinen. Dadurch werden Schnittstellen geschaffen, welche eine besonders effiziente Betreuung eines Objektes gewährleisten. Da es sich gerade auch hinsichtlich moderner Haustechnik nicht mehr um ein triviales Geschäftsfeld handelt, wird Facility Management bereits an Hochschulen als eigener Studiengang angeboten.


Welche Vorteile ergeben sich für WEGs?


Für WEGs bietet ein gutes Facility Management mehrere Vorteile, die aus den Aufgabenfeldern erwachsen. Hier sind insbesondere folgende Dienstleistungen interessant:


  • Eine effiziente Außenreinigung wie etwa die der Hausfassade

  • Eine gründliche Innenreinigung von Fluren, Kellern, etc.

  • Regelmäßige Wartungen von Haustechnik und der Organisation bezüglich deren Reparatur-Arbeiten

  • Verwaltung und Pflege von Gärten und anderen Außenbereichen

  • Dienstleistungen wie Zählermessungen oder Malerarbeiten

  • Winterdienste

Aus den dargebotenen Dienstleistungen ergeben sich für WEGs drei Hauptvorteile. Zunächst hinsichtlich des Hausgeldes. Dieses ist von jedem Mitglied einer WEG für Reparaturmaßnahmen etc. zu entrichten. Je nach Zustand der Immobilie müssen natürlich mehr oder weniger Sanierungsmaßnahem durchgeführt werden. Daran orientiert sich auch die Höhe des zu zahlenden Hausgeldes. Wird eine WEG durch ein effizientes Facility Management betreut, so werden Mängel frühzeitig festgestellt und beseitigt. Hierdurch bleibt der Gesamtzustand des Objektes für eine lange Zeit gut, was sich auf ein weniger hohes Hausgeld auswirkt.

Aus einem Objekt mit wenig Sanierungsbedarf wiederum geht eine Wertsteigerung der eigentlichen Wohnungen, als zweiter großer Vorteil, einher. Will ein Eigentümer seine Wohnung verkaufen, orientiert sich deren Wert auch an dem Gesamtzustand des Hauses. So ist ein Käufer natürlich weniger bereit zu kaufen, wenn er als Mehrwert der Wohnung den Fahrstuhl im Hausflur mit bezahlt, dieser aber bereits seit mehreren Jahren nicht mehr in Betrieb ist.

Der letzte große Vorteil ergibt sich aus der interdisziplinären Qualifikation eines Facility Managers. Ein Unternehmen im Bereich Facility Management kann nicht immer alle Aufgaben selbst erledigen, da es für einige Tätigkeiten doch der Arbeit eines Spezialisten bedarf. So werden einige Dienstleistungen extern an andere Unternehmen vergeben. Hier kommt dem Facility Manager zu Gute, dass dieser nicht nur in Haustechnik und Reparaturen geschult ist, sondern auch eine kaufmännische Ausbildung genossen hat. Er sieht sozusagen das "große Ganze". Sein Auftrag ist nicht nur die Instandhaltung des Objektes, sondern auch die Schonung finanzieller Ressourcen.

Ein Unternehmen im Bereich Facility Management kann nicht immer alle Aufgaben selbst erledigen, da es für einige Tätigkeiten doch der Arbeit eines Spezialisten bedarf. So werden einige Dienstleistungen extern an andere Unternehmen vergeben.

Er wird also genaue versuchen, eine Balance zwischen qualitativ hochwertiger Arbeit und kostengünstiger Verrichtung zu finden. Dies spart einer WEG im Zweifel viel Geld.


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