• Eileen

Smart Home - wenn das Haus mitdenkt

Der Wecker unseres Durchschnittsdeutschen Thomas Müller klingelt pünktlich um 7:00 Uhr. Energiegeladen steht er auf, denn seine Lampen haben passend zum menschlichen Biorhythmus bereits vor dem Weckerklingeln ihre Helligkeit hochgefahren, um den Sonnenaufgang zu imitieren.


„Alexa, spiel meine Morgenplaylist!“


Aus dem Soundsystem von Thomas klingt sanft seine Lieblingsmusik. Als er das Bad betritt, wird die Musik leiser und stattdessen ertönen während des Zähneputzens die wichtigsten Nachrichten. In der Küche wartet schon sein frisch gekochter Kaffee auf ihn, denn auch seine Kaffeemaschine ist in das Smart Home System mit eingebunden.


Bevor Thomas das Haus verlässt, fragt er Alexa noch „Brauche ich heute einen Schirm?“

„Die Regenwahrscheinlichkeit liegt heute bei 21%.“


Mit Verlassen des Hauses schaltet sich die Heizung aus, um Energie zu sparen. Wenn Thomas am Abend nach Hause kommt, wird es im Wohnzimmer bereits schön warm sein, weil die intelligente Heizung kurz vor seiner Ankunft wieder Wärme erzeugt hat.


So oder so ähnlich könnte der Alltag einer Person aussehen, die ihr Haus zum Smart Home gemacht hat. Aber was ist eigentlich ein Smart Home?


Im Grunde bedeutet es, dass alle Geräte im Haus miteinander vernetzt sind und deshalb interagieren können. Das ganze System wird dann über eine Smart Home Zentrale mit dem Smartphone, Tablet oder Computer gesteuert.

„Smart“ ist die Technologie deshalb, weil sie uns das Denken abnimmt, indem sie durch Voreinstellungen automatisch die verschiedensten Aufgaben übernimmt. Sie kann Dinge timen, messen, an- und ausschalten und auf bestimmte Aktionen reagieren.


Das alles basiert auf sogenannten IFTTT-Szenarien – If-This-Then-That. Das bedeutet: wenn ein bestimmter Fall eintritt, soll eine festgelegte Aktion folgen. 

Zum Beispiel: alle Bewohner haben das Haus verlassen. Aktion: alle elektronischen Geräte schalten sich ab, um Energie zu sparen.

Diese automatisierten Vorgänge werden im Smart Home für die verschiedensten Bereiche genutzt, wo sie uns den Alltag erleichtern und Aufgaben abnehmen sollen.

Viele Vorgänge können auch sprachgesteuert werden über Systeme wie Google Home oder Amazon Echo und dessen digitalen Assistenten Alexa.


Mehr Komfort und Freizeit

Im Haus fallen immer wieder lästige Arbeiten an, die man nur sehr ungern bewältigt. Aber was wäre, wenn sich die Aufgaben alle von selbst erledigen würden?


Da gibt es Saugroboter, die in der Wohnung ihren Dienst erledigen, während man gemütlich auf dem Sofa einen Film schaut. Oder Kaffeemaschinen, die den Kaffee zu einer festgelegten Uhrzeit selbst kochen. Die Mengenverhältnisse von Kaffee, Milch und Zucker sind dabei einfach mit dem Smartphone anpassbar. Selbst die Waschmaschine wäscht und trocknet die Wäsche von allein zum gewünschten Zeitpunkt. In Zukunft ist es sogar vorstellbar, dass der Kühlschrank aufgebrauchte Lebensmittel von allein wieder nachbestellt.


Kosten senken durch Smart Metering

Ein Teilbereich des Smart Homes, der nicht nur der Bequemlichkeit dient, ist das Smart Metering. Hierbei werden Messgeräte intelligent gemacht, hauptsächlich um den Geräteverbrauch für die Bewohner transparent darzustellen und ihn zu reduzieren.

Nach Herstellerangaben können zum Beispiel die Heizkosten bei einer intelligenten Heizung durch automatisches Abschalten um 30% reduziert werden.


Mehr Sicherheit durch Smart Home

Auf verschiedene Arten kann das Zuhause mit der Technologie auch sicherer gemacht werden.

Zum Beispiel beim Schutz vor Einbrechern. Mit Außenkameras kann man sogar von unterwegs sehen, wer gerade vor der Tür steht und im Notfall Alarm schlagen. Wenn man einmal nach Einbruch der Dunkelheit nicht im Haus ist, können smarte Beleuchtungstechnologien es so aussehen lassen, als wäre jemand zuhause.

Auch Gefahren im Haus, zum Beispiel Wasserschäden oder Schimmel können frühzeitig erkannt und verhindert werden, wenn Sensoren entsprechende Veränderungen z.B. der Luftfeuchtigkeit melden.


Smart Home – sinnvoll oder unnötige Spielerei?

Ob man den Komfort eines Smart Homes wirklich braucht, muss jeder selbst entscheiden.

Systeme allerdings, die zur Energieersparnis oder der Sicherheit des Hauses beitragen, sind wohl sinnvoll. Deshalb sind Smart Metering Systeme in gewerblich genutzten Immobilien inzwischen Pflicht.

Es gibt aber auch berechtigte Kritik am Smart Home: viele sorgen sich um die Sicherheit der Systeme. Denkbar wären zum Beispiel Datenschutzverletzungen oder gar Hackerangriffe. Die Gefahr besteht, dass es Eindringlinge in das System schaffen und dann volle Kontrolle darüber haben. Somit könnten sie Heizung oder Licht abschalten oder die Türen öffnen und ins Haus eindringen.


Wie sich das Smart Home in Zukunft also entwickelt, bleibt zu beobachten.


Quellen:

Haufe (https://www.haufe.de/immobilien/wirtschaft-politik/recht-smart-meter-pflicht-und-kuer_84342_422188.html)

heise online (https://www.heise.de/newsticker/meldung/Smart-Home-Hacker-uebernehmen-Kontrolle-ueber-Thermostat-3291209.html)

Home & Smart (https://www.homeandsmart.de/was-ist-ein-smart-home)





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